Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Atopische Dermatitis

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Atopische Dermatitis
Wissenswertes über atopische Dermatitis

Wer von einer atopischen Dermatitis betroffen ist, kann unter seiner Erkrankung leiden. Die Hautveränderungen, das permanente Jucken und Kratzen können den Patienten psychisch schwer belasten. Angst, Stress und psychische Verstimmung können einen Ausbruch der Krankheit fördern. Nicht alle Menschen reagieren mit Verständnis und Mitgefühl auf die Hautveränderungen anderer. Es gibt einige Tipps, die bei atopischer Dermatitis helfen. Eine längere Stillzeit ist für die Kinder häufig von Vorteil. Baden trocknet die Haut stärker aus, daher ist duschen meist schonender.

Wissenswertes über atopische Dermatitis

Strategien im Umgang mit der Krankheit

Menschen mit einer atopischen Dermatitis (Neurodermtitis) müssen Strategien im Umgang mit der Krankheit entwickeln. Sie müssen sich an Krankheitsschübe gewöhnen und lernen, ihren Körper trotz der Veränderungen zu pflegen. Dies fällt vielen Betroffenen nicht leicht. Angst und Stress gelten als Auslöser der atopischen Dermatitis, aber es sind ebenso umgekehrte Effekte spürbar. Die atopische Dermatitis belastet die Psyche.

Die erweiterte Pflege der Haut und die Ernährungsmaßnahmen kosten Zeit und Nerven. Manchmal reagieren Menschen mit Unverständnis oder gar Ekel auf die Hautprobleme von Personen mit einer atopischen Dermatitis. Eltern bereitet es häufig Schwierigkeiten, wenn ihr Kind sich bei einer atopischen Dermatitis die Haut zerkratzt, nachts nicht schläft und dementsprechend am Tage nicht voll leistungsfähig oder quengelig ist. Wichtig sind bei einer atopischen Dermatitis entsprechende Schulungen, die zum einen die Krankheit lindern helfen und zum andern Wege aufzeigen, mit ihr zu leben und umzugehen. Krankenkassen oder andere öffentliche Einrichtungen bieten Kurse oder Schulungen an zum Thema atopische Dermatitis.

Tipps zur Prävention und Hautpflege bei atopischer Dermatitis

Es gibt einige Dinge, die bei einer atopischen Dermatitis helfen können:

  • Mütter sollten ihre Kinder möglichst lang stillen. Dies vermindert i. d. R. das Risiko einer atopischen Dermatitis.
  • Haustierhaltung sollte bei Risikokindern grundsätzlich vermieden werden. Tierhaare sind potenzielle Allergene.
  • Man sollte zuhause nicht rauchen. Rauchen verstärkt bei Kindern die Anfälligkeit für eine allergische Erkrankung. Dies gilt auch für Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft geraucht haben. Wenn Mütter rauchen, verdoppelt sich das Risiko einer atopischen Dermatitis beim Kind.
  • Befall von Schimmel in den häuslichen Räumen sollte stets vollständig und ausreichend entfernt werden. Schimmel und auch erhöhte Feuchtigkeit steigern das Risiko, an einer atopischen Dermatitis zu erkranken.
  • Patienten mit einer atopischen Dermatitis sollten ihre Haut mit Cremes und Salben pflegen. Die Creme bzw. Salbe sollte dem aktuellen Stadium der Krankheit entsprechen.
  • Lotionen haben meist einen niedrigeren Gehalt an Fett als Cremes. Am höchsten ist der Fettgehalt in Salben.
  • Man sollte die Fingernägel kurz und glatt halten. So wird beim Kratzen die Haut weniger beschädigt.
  • Duschen ist besser als baden. Baden trocknet die Haut mehr aus.

Fedor Singer

25. April 2019
Menschen mit Neurodermitis sollten vor der Anschaffung eines Haustieres einen Allergietest durchführen lassen, um eine Allergie auf Tierhaare auszuschließen.
  
15. April 2019
Neben einer gewissenhaften Durchführung der Basistherapie in Form von Cremes und Salben kann das Kühlen der Haut eine Linderung bei Juckreiz bringen.
  
04. April 2019
Damit Kinder bereits frühzeitig lernen, mit ihrer Erkrankung zurecht zu kommen, kann sich eine Rehabilitation anbieten.
  
26. März 2019
Patienten mit Neurodermitis sollten ihre Kosmetikprodukte sorgfältig auswählen um Hautprobleme zu vermeiden.
  
05. Februar 2019
Besonders im Winter ist es wichtig, dass Menschen mit Neurodermitis ihre Haut mit der richtigen Pflege vor dem Austrocknen schützen.
  

Zur Entstehung einer atopischen Dermatitis führen mehrere Ursachen. Eine große Rolle spielt die Vererbung. Ist ein Elternteil an atopischer Dermatitis erkrankt, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Kinder, ebenfalls zu erkranken. Sind beide Elternteile betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit höher. Die erbliche Vorbelastung führt zu einer Anfälligkeit, noch nicht zu einem Ausbruch der atopischen Dermatitis.

Die Barrierefunktion der Haut ist bei Patienten mit dieser Hautkrankheit gestört. Die eigene Schweißabsonderung kann Entzündungen und Jucken nach sich ziehen. Die Haut trocknet leichter aus und ist anfälliger. Substanzen aus der Umwelt, Allergene, spielen auch eine Rolle. Es kommt zu einer allergischen Reaktion, z. B. auf Staub, Tierhaare oder Nahrungsmittel.

Wer von einer atopischen Dermatitis betroffen ist, kann unter seiner Erkrankung leiden. Die Hautveränderungen, das permanente Jucken und Kratzen können den Patienten psychisch schwer belasten. Angst, Stress und psychische Verstimmung können einen Ausbruch der Krankheit fördern. Nicht alle Menschen reagieren mit Verständnis und Mitgefühl auf die Hautveränderungen anderer. Es gibt einige Tipps, die bei atopischer Dermatitis helfen. Eine längere Stillzeit ist für die Kinder häufig von Vorteil. Baden trocknet die Haut stärker aus, daher ist duschen meist schonender.

Die atopische Dermatitis wurde früher Neurodermitis genannt. Es handelt sich um chronische, nicht ansteckende Entzündungen auf der Haut. Es treten meist juckende Rötungen (Ekzeme) auf. Die Krankheit ereignet sich oft in Schüben, kehrt also nach ihrem Abklingen immer wieder. Die atopische Dermatitis gehört zu den atopischen Erkrankungen, ebenso wie Heuschnupfen, allergischer Schnupfen, allergisches Asthma und Entzündungen der Bindehäute. Die Zahl der an atopischer Dermatitis erkrankten Menschen nimmt in den letzen Jahren zu. Der frühere Begriff Neurodermitis zeigt an, dass man glaubte, es handele sich um eine Entzündung der Nerven. Dies ist aber nicht der Fall. Vielmehr ist die atopische Dermatitis eine überempfindliche Reaktion auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt.