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Ratgeber Atopische Dermatitis

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Atopische Dermatitis
Therapie von atopischer Dermatitis

Die atopische Dermatitis kann nach aktuellem Stand der Forschung nicht vollständig geheilt werden. Allerdings kann man Ekzeme abheilen lassen und versuchen, einem erneuten Krankheitsschub vorzubeugen. Die Ekzeme behandelt man i. d. R. mit Kortison. Es gibt kortisonhaltige Cremes, Tabletten und Injektionen. Letztere werden bei Kindern meist vermieden. Bei aufgekratzten Hautpartien oder im Gesichts- und Dekolletébereich genügen Cremes mit geringeren Konzentrationen. Es gibt auch antientzündliche Präparate und Medikamente gegen den Juckreiz. Wichtig ist eine Hautpflege. Auch sollte man bestimmte Auslöser der atopischen Dermatitis (Allergene) vermeiden. Der Patient sollte über seine Erkrankung gut informiert sein.

Therapie von atopischer Dermatitis

Die atopische Dermatitis (Neurodermtitis) ist nicht heilbar. Dennoch gibt es entlastende Verfahren. Zur Therapie einer atopischen Dermatitis muss zwischen der Therapie im akuten Schub und der langfristigen Therapie unterschieden werden.

Die Therapie einer atopischen Dermatitis im akuten Schub mit Kortison

Die Therapie einer atopischen Dermatitis in einer akuten Phase erfolgt meist mit Kortison. Es gibt zum einen kortisonhaltige Cremes zur äußerlichen Anwendung an den entsprechenden Hautpartien. Zum anderen ist auch eine innerliche Anwendung mit Tabletten oder Injektionen möglich, auch systemische Anwendung genannt, weil sie im gesamten Organismus greift. Kortisoncremes dürfen zur Therapie bei einer atopischen Dermatitis nicht zu lange eingesetzt werden. Denn bei zu langer Anwendung kann sich die Haut verdünnen oder es kann zu einem verstärkten Haarwuchs auf den Hautstellen kommen.

Es gibt Kortisoncremes mit unterschiedlich hoher Dosierung. Im Gesicht oder im Bereich des Dekolletés nutzt man bei einer atopischen Dermatitis Cremes mit geringerer Konzentration. Auch wenn Hautstellen aufgekratzt sind, reicht eine niedrigere Konzentration, weil durch diese dünne und beschädigte Haut umso mehr von dem Wirkstoff aufgenommen wird. Tabletten kommen infrage, wenn große Hautflächen von der atopischen Dermatitis betroffen sind. Eine Therapie der atopischen Dermatitis mit Tabletten oder Injektionen darf nie abrupt abgebrochen werden, sondern immer ausschleichend. Kinder erhalten meist keine Kortison-Injektionen.

Die Therapie einer atopischen Dermatitis mit anderen Medikamenten

Bestimmte Zusätze wirken antientzündlich bei der Therapie einer atopischen Dermatitis. Diese können allerdings wiederum Allergien auslösen. Zur Stillung des Juckreizes werden i. d. R. sogenannte Antihistaminika eingesetzt. In Phasen ohne akuten Schub der atopischen Dermatitis ist es erforderlich, die Haut mit Cremes vor der Austrocknung zu bewahren. Mit einer guten Hautpflege kann man versuchen, einen erneuten Schub zu verhindern.

Was bei der Therapie einer atopischen Dermatitis zu beachten ist

  • Hautpflege: Man sollte die trockene Haut möglichst feucht und weich halten, um einen Schub der atopischen Dermatitis zu verhindern.
  • Vermeidung: Bestimmte Auslöser der atopischen Dermatitis sollten vermieden werden, z. B. Lebensmittel oder Kosmetika mit Allergenen.
  • Juckreiz: Dieser sollte medikamentös gemildert werden. Dadurch wird Kratzen vermieden und die Haut geschont.
  • Hyposensibilisierung: Mit diesem Verfahren gewöhnt man den Körper bzw. das Abwehrsystem schrittweise an das Allergen.
  • Entzündung: Antientzündliche Medikamente und Therapien fördern das Abheilen der Ekzeme.
  • Infektionen: Infektionen muss man vorbeugen und sie, falls sie doch eintreten, behandeln. Bakterien sind eine Quelle für die Reizung des Abwehrsystems.
  • Schulung: Der Patient sollte über seine atopische Dermatitis gut informiert werden, dann kann er seine Krankheit besser managen.

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Fedor Singer

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Diagnose Atopische Dermatitis

Der Arzt wird zur Diagnose einer atopischen Dermatitis die beschädigte Haut genau betrachten. Er kann anhand der Hautveränderung, der entzündlichen Prozesse und anhand der Ausprägung und Verteilung auf der Haut genau klären, ob es sich um eine atopische Dermatitis handelt. Zu den weiteren Symptomen, die der Arzt abfragt, gehören Juckreiz und das schubweise Auftreten von Hautveränderungen. Auch ist relevant, ob atopische Erkrankungen in der Verwandtschaft oder beim Patienten selbst bereits diagnostiziert worden sind. Es gibt verschiedene Allergietests, um herauszufinden, ob der Patient gegen bestimmte Allergene allergisch ist. Ein Bluttest kann klären, ob der Betroffene einen erhöhten Spiegel am Immunglobulin E aufweist.

Die atopische Dermatitis wurde früher Neurodermitis genannt. Es handelt sich um chronische, nicht ansteckende Entzündungen auf der Haut. Es treten meist juckende Rötungen (Ekzeme) auf. Die Krankheit ereignet sich oft in Schüben, kehrt also nach ihrem Abklingen immer wieder. Die atopische Dermatitis gehört zu den atopischen Erkrankungen, ebenso wie Heuschnupfen, allergischer Schnupfen, allergisches Asthma und Entzündungen der Bindehäute. Die Zahl der an atopischer Dermatitis erkrankten Menschen nimmt in den letzen Jahren zu. Der frühere Begriff Neurodermitis zeigt an, dass man glaubte, es handele sich um eine Entzündung der Nerven. Dies ist aber nicht der Fall. Vielmehr ist die atopische Dermatitis eine überempfindliche Reaktion auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt.

Wer von einer atopischen Dermatitis betroffen ist, kann unter seiner Erkrankung leiden. Die Hautveränderungen, das permanente Jucken und Kratzen können den Patienten psychisch schwer belasten. Angst, Stress und psychische Verstimmung können einen Ausbruch der Krankheit fördern. Nicht alle Menschen reagieren mit Verständnis und Mitgefühl auf die Hautveränderungen anderer. Es gibt einige Tipps, die bei atopischer Dermatitis helfen. Eine längere Stillzeit ist für die Kinder häufig von Vorteil. Baden trocknet die Haut stärker aus, daher ist duschen meist schonender.